Die
Produktion unseres Hofes beruht auf regionalen Traditionen und
ökologischen Prinzipen:
In unserem
Teil Norwegens beherrschen weite Gebiete mit Nutzwald die
Landschaft. Die Bauernhöfe sind ziemlich klein mit 5 bis 500 ha
Ausdehnung. 90% ihrer Flurfläche besteht oft aus Wald. Das
Ackerland wird meistens als Grasfläche genutzt, das im Winter als
Heu an Schafe,Ziegen, Rinder, Kühe und Pferde verfüttert wird.
Im
Sommer werden die Hoftiere in die Wälder und gebirgige Gebiete
geführt, wo sie weiden. Bauernhöfe, die in der Nähe von Getreide
produzierenden Regionen lagen, hielten traditionell auch Schweine
und Geflügel, und Wildfleisch, Holz und Tierfelle wurden gegen
Getreide getauscht.
Lange
und kalte Winter und ein Mangel an ebenem, geeignetem Ackerland
machen die Landwirtschaft in Norwegen schwieriger und weniger
intensiv im Vergleich zu den Bedingungen in Mitteleuropa.
Was wir
an Quantitet verlieren, gewinnen wir jedoch an Qualität: Das Fleisch
von langsam wachsenden und frei laufenden Tieren ist unvergleichbar
– was den Geschmack, die Struktur und den Nährwert anbelangt – mit
dem Fleisch von modernen „Tierfabriken“, deren Hauptbestreben es
ist, grosse Mengen an billigem Fleisch in kürzester Zeit zu
produzieren. Das Wohlergehen der Tiere und der Nährwert des
Fleisches scheinen dabei keine gegenwärtigen Anliegen zu sein. Die
schlimmen Ergebnisse dieses Trends lassen sich nicht mehr länger
verbergen: BSE, Mangelernährung,
Nahrungsmittelunverträglichkeiten....
Auf
unserem Bauernhof haben wir uns dafür entschieden, die örtlichen
landwirtschaftlichen Traditionen beizubehalten, die sich durchaus
mit dem modernen Standard ökologischer Hofhaltung messen können. Zu
ihren hauptsachlichen Bestrebungen gehört, dass jeder Hof eine sich
selbst versorgende Einheit mit grösstmöglicher Ausdehnung sein
sollte. Des Weiteren dulden wir keine Verwendung von chemischen
Stoffen oder Hormonen und tierischen Bestandteilen im Viehfutter,
ebenso keine Kunstdünger.
Ein
anderes unserer Hauptanliegen ist das Wohlergehen unserer Tiere.
Dies betrifft ihre Grundbedürfnisse: ausreichende Möglichkeiten für
artgerechte Bewegung und Sozialverhalten und freien Zugang zu
natürlichen Nahrungsquellen.
Anzahl
und Art der Tiere auf dem Hof hängen von den verfügbaren
Nahrungsressourcen in der Umgebung ab.
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